Satzung

Präambel zur Satzung der IGAF

Internationale Gesellschaft für autonome Funktionsdiagnostik und Regulationsmedizin

Stressinduzierte- kardiovaskuläre-und metabolische Erkrankungen sind trotz intensiver Bemühungen zu einem globalen Problem in allen industrialisierten Gesellschaften geworden. Insbesondere beruflicher Stress hat sich zu einem wesentlichen gesellschaftlichen Gesundheitsrisiko entwickelt und die Inzidenz, vor allem von Herz-Kreislauferkrankungen, weiter steigen lassen. Das gegenwärtige Risikofaktorenmodell berücksichtigt nicht die Komplexität hochentwickelter biologischer Systeme, so dass auch die Therapie nicht die zugrunde liegenden physiologischen Regulationsmechanismen im Blick hat, mit der Konsequenz, dass die Vorhersagbarkeit unerwünschter Ereignisse begrenzt bleibt.

Dysbalancen des autonomen (vegetativen) Nervensystems, typischerweise gekennzeichnet durch ein hyperaktives, energieverbrauchendes sympathisches System und ein hypoaktives parasympathisches System sind die Ursache für eine Vielzahl pathologischer Zustände. Im Laufe der Zeit führt dieser exzessive Energieverbrauch zu vorzeitiger Alterung und Krankheit. Auch funktioneller Verlust und Gebrechlichkeit sind Ausdruck irreversibler Veränderungen dieses dynamischen, hochkomplexen Systems.

Zahlreiche klinische Studien der vergangenen Jahrzehnte konnten eindrucksvoll die inverse Beziehung zwischen autonomer Dysbalance und allen bekannten Risikofaktoren wie Cholesterin, Rauchen, Übergewicht, familiärer Disposition und Stress belegen.

Das autonome bzw. das vegetative Nervensystem kontrolliert alle lebenswichtigen Funktionen. Es ist die oberste Steuer– und Regulationszentrale im menschlichen Körper für alle nicht willentlich beinflussbaren Organe- und Organsysteme wie das Herz-Kreislaufsystem, die Atmung, die Verdauung, das Urogenitalsystem und der StoffwechseI.

In der wissenschaftlichen und praktischen Medizin findet diese essentielle Bedeutung immer noch zu wenig Beachtung. Viele Wissenschaftler sprechen davon, dass ein Paradigmenwechsel in der Medizin dringend erforderlich ist. Die Zahl chronischer Erkrankungen, Allergien, Autoimmunkrankheiten, Infertilität, usw. steigt seit Jahrzehnten dramatisch an. Die motorischen Fähigkeiten der Kinder, wie auch ihr vegetatives Nervensystem, verschlechtern sich seit Jahrzehnten. Die Entstehung chronischer Erkrankungen ist eng verknüpft mit einer Dysbalance des vegetativen Nervensystems.

Es gibt außer der autonomen Funktionsdiagnostik kein analytisches Verfahren, dass so frühzeitig auf beginnende Erkrankungen hinweist. Somit ist die autonome Funktionsdiagnostik bestens geeignet in der Präventologie.

Daneben ist die autonome Funktionsdiagnostik auch ein Verfahren um Erfolge oder Misserfolge jeglicher Therapien sichtbar zu machen (Therapieerfolgskontrolle). Speziell in der Stressmedizin zeigt die autonome Funktionsdiagnostik die Auswirkungen von Stressfaktoren auf Organe- und Organsysteme und ermöglicht Prognosen für die Risikostratifizierung.

Organischen Funktionsstörungen geht meistens eine Dsysbalance des autonomen Nervensystems voraus. Wird die Dysbalance mittels der autonomen Funktionsdiagnostik frühzeitig erkannt, können sehr viele sich anbahnende Erkrankungen im Keim erstickt und die Chronifizierung verhindert werden. Immer mehr Universitäten und Hochschulen beschäftigen sich mit der autonomen Funktionsdiagnostik (z.B. Arbeitsgemeinschaft Autonomes Nervensystem e.V. der Medizinischen Hochschule Hannover) und immer mehr Studien aus sämtlichen medizinischen Fachgebieten zeigen, welche Bedeutung der Regulationszustand des vegetativen/autonomen Nervensystems für stressbedingte Erkrankungen und für die Entstehung chronischer Erkrankungen hat.

Die IGAF (internationale Gesellschaft für autonome Funktionsdiagnostik und Regulationsmedizin) hat sich zum Ziel gesetzt, die Analyse des autonomen/vegetativen Nervensystems und die dazugehörigen Therapiemöglichkeiten in allen medizinischen Bereichen in denen das autonome/vegetative Nervensystem eine Rolle spielt bekannt zu machen.

Führende Wissenschaftler aus dem In - und Ausland sollen für Studien sowie für Vorträge gewonnen werden, in denen die autonome Funktionsdiagnostik einem breiten Kreis von Ärzten und Therapeuten vorgestellt wird.

Die IGAF schafft eine Plattform für den Informationsaustausch und die Weiterbildung für alle an der Regulationsmedizin interessierten Ärzte und Therapeuten. Daneben sollen auch Patienten informiert werden über die Möglichkeiten, die sich mit der autonomen Funktionsdiagnostik bieten. Alternativen zu schulmedizinischen Therapien sollen publik gemacht werden um die therapeutischen Erfolge bei einer autonomen Dysbalance zu verdeutlichen.